Climate change happens here and now. It became evident by hot summers, extreme weather events, sea level rise, declining Arctic sea ice, etc. This will have a tremendous impact on natural cycles, water supply, food production, the conditions for human life in quite vast areas due to overheating and devastation and will thus push migration. These effects will challenge the cohesion of societies. They are likely to lead to conflicts that can also endanger democracy. With its Europe 2020 Strategy, the European Union has explicitly formulated the goal of "Climate change and energy" with a targeted reduction in greenhouse gases, a switch to renewable energies and increased energy efficiency (each by 20%). To “change the (climate) change”, to avoid destruction is therefore a task that concerns ALL citizens including non-privileged adults. Conventional educational offers on these topics do not reach them or only inadequately. This project brings four organisations from Bulgaria, Germany, Greece and Italy together which work with citizens 'at the margin' of society, mainly in suburban areas of big cities. The partners aim to empower adult educators who work with non-privileged learners through exchange of good practices. Each organisation contributes through its expertise so that the consortium combines participative civic education approaches with social work, community development, art (photography) and ICT skills. The exchange results in a MOOC for adult trainers and interested volunteers who mainly act in a context of precarity and social difficulties. The activities will be documented on the project's website. The partners take into account that 'changing the change' education should follow a multi-level approach. In this project, this includes a) activities to foster a general understanding of what climate change means and the profound transformation of our societies it will bring, thus coping with complexity, enhancing critical thinking in particular to right-wing answers and climate change denials, strengthening European cooperation and peaceful conflict solving. It also includes b) exploring fields of activities to counteract climate change regarding one's own behaviour and projects which might be put in practice locally by its citizens. The project therefore intends also to contribute to the Europe 2020 goal of reducing social exclusion.
Ziel des Projekts war es, die methodischen und themenbezogenen Kompetenzen von Erwachsenenbildner/innen auszubauen und sie zu „empowern“, Fragen zum Klimawandel zum Thema ihrer Arbeit mit sog. nicht-privilegierten Zielgruppen zu machen. Bei der thematischen Annäherung sollte differenziert werden zwischen einem Sachbezug einerseits und verschiedenen politischen Optionen, Klimawandel zum Gegenstand von Diskursen zu machen bzw. ihm zu begegnen andererseits. In Frage sollte ebenso die Auswirkungen von Klimawandel vor Ort und das Leben der Menschen stehen sowie konkrete Handlungsfelder, diesem zu begegnen (Umgang mit Wasser, Müll und Müll-Recycling). Weitere Ziele umfassten den Austausch von non-formalen Methoden der Bildungsarbeit mit benachteiligten Erwachsenen, um besser deren aktives Interesse an „grünen“ Themen wecken zu können. Daran anknüpfend sollte durch die Methodenreflexion das Nachdenken über gewählte Ansätze als Erwachsenenbildner/in, über die eigene Rolle, Vorannahmen etc. gefördert werden. Von Gewicht war es ebenso, ein Verständnis für die Kontexte, Wahrnehmungen, Sichtweisen der Partner zu gewinnen, mithin interkulturelles Lernen zu stimulieren. Damit einhergehend sollte der europäische Austausch dazu dienen, ein Denken in europäischen Horizonten zu befördern und Lösungen auch auf europäischer Ebene zu suchen. Dies beinhaltete auch, Komplexität in den Blick zu nehmen, Paradoxien und Ambivalenzen zu akzeptieren und auch auf diese Weise darauf hinzuwirken, dass menschenverachtenden Antworten auf gesellschaftlichen Wandel der Boden entzogen wird. Ziel war es außerdem, ein Netzwerk von Erwachsenenbildner/innen, die zum Klimawandel und mit eher defavorisierten Menschen arbeiten, auf europäischer Ebene anzustoßen. Der europäische Gedanke und eine Sensibilisierung für „grüne“ Fragen sollten zudem mit zwei lokalen Veranstaltungen per Partner Verbreitung finden.
Zum Zeitpunkt der Antragstellung, 2019, war der Klimawandel zwar in den öffentlichen Debatten angekommen, doch entsprechende Angebote der Erwachsenenbildung waren demgegenüber rar gesät. Das traf und trifft weniger auf zahlreiche Initiativen zur Umweltbildung im Allgemeinen zu, zum Klimawandel selbst waren jedoch kaum Materialien u.Ä. für die Erwachsenenbildung zu finden. Damit musste eine “Angebotslücke” zu einem gleichwohl drängenden gesamtgesellschaftlichen Thema mit erwartbaren Auswirkungen auf die Lebensverhältnisse der Bürger/innen in Europa konstatiert werden. Die globale Erwärmung zeitigt Veränderungen, und sie erfordert gesamtgesellschaftliche Veränderungen − in vielerlei Hinsicht. Sie betrifft damit alle Bürgerinnen und Bürger. Dies umso mehr, als die Bewältigung von Krisen und Wandel auch mit Herausforderungen für Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt einher geht. Erwachsenenbildung ist ihrerseits gefordert, Lernprozesse zu diesen Themen zu ermöglichen und sie in ihre Angebote aufzunehmen. Ein Bedarf wird auch mit Blick auf sogenannte benachteiligte Lernende erkannt, um ihnen Aspekte des Klimawandels und daran anknüpfend ökologischer Fragen näher zu bringen und dafür möglichst geeignete Materialien zu entwickeln. Im Projekt betrifft dies zum Beispiel Menschen der Roma-Communities, in und mit denen die bulgarische Partnerorganisation arbeitet, Bewohner/innen des “Schlangengebäudes” am Rande Roms, die zumeist in sozial prekären Verhältnissen leben − wie auch Menschen in Berlin-Marzahn mit oder ohne Migrationserfahrung, während die Partnerorganisation in Athen vorrangig mit Migrant/innen arbeitet. Angebote für diese Zielgruppen erfordern vielfach andere Methoden als ‘klassische’ Zugänge etwa für ein bildungsbürgerliches Publikum. Neben der Aufmerksamkeit für diese Zielgruppen bestehen auch Lernbedarfe bei Erwachsenenbildner/innen, um partizipative wie inspirierende Ansätze gesellschaftlicher und politischer Bildung mit sog. Randgruppen zu praktizieren. Zur Zusammenarbeit motiviert hat der Umstand, dass die Partner mit verschiedenen Methoden arbeiten, die zugleich Anregungen für die Arbeit der anderen bieten. Dies betraf non-formale Zugänge der gesellschaftspolitischen Bildung, Sozialarbeit, Kunst (Foto und Video einschließlich Nachbereitung) sowie das Erlernen der Erstellung eines Online-Kurses (MOOC).