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We carry responsibility - Latvian-German Youth Exchange

2019-3-DE04-KA105-0188622019Youth mobilityfinalized
Countries: DE|LV · Grant: €2,453.68
Health and wellbeingEnvironment and climate changeYouth (Participation, Youth Work, Youth Policy)

Objectives

Mit diesem Projekt haben wir deutschen und lettischen Jugendliche zum Thema „Wir tragen Verantwortung“ die Möglichkeit zu einem interkulturellen Austausch gegeben. Sie haben erkundet, wie wichtig es ist, auf europäischer Ebene Verantwortung für sich, für andere Menschen und für die Umwelt zu übernehmen. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten wir nicht wie geplant eine Begegnung in den jeweiligen Ländern durchzuführen. Um den Jugendlichen dennoch eine Begegnung zu ermöglichen haben wir diese im digitalen Format erfolgreich durchgeführt. In dem Projekt wurde das Thema "Verantwortung" auf drei verschiedenen Ebenen beleuchtet und anhand verschiedener Methoden, wie z.B. digitale Kleingruppenarbeiten bearbeitet: 1. Die persönliche Ebene: verantwortungsvoller Umgang mit der eigenen Persönlichkeit und dem eigenen Körper (z.B. gesunde Ernährung, Umgang mit Alkohol und Drogen, Sport und Bewegung im Alltag, Zeit für Entspannung und Erholung, etc.). 2. Die interpersonelle Ebene: verantwortungsvoller Umgang mit anderen Menschen unserer Gesellschaft (Integration von zugewanderten und geflüchteten Menschen, Menschen aus sozialen Randschichten oder sozial benachteiligten Personen, Inklusion von Menschen mit Behinderungen etc.). 3. Die gesellschaftliche Ebene: Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung in Europa (z.B. Verantwortung für Freunde und Bekannte im Umgang mit Drogen, verantwortungsvoller und anerkennender, aber auch kritischer Umgang mit den eigenen Traditionen und politischen Systemen und ihre Einbindung in die europäische Gesellschaft, verantwortungsvoller und schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen, historische Verantwortung im Umgang mit der Geschichte etc.). Die Übernahme von Verantwortung seitens junger Europäer, ihre Partizipation an der Gesellschaft, für ein vereintes, solidarisches und nachhaltiges Europa ist von großer Bedeutung in Zeiten von Rechtsrucken in der europäischen Politik, nationalen Bewegungen, Radikalisierung (insbesondere auch von jungen Menschen) und der Zerstörung natürlicher Ressourcen durch unser aktuelles Konsumverhalten in Europa. Nicht zuletzt hat die Corona-Pandemie den Jugendlichen neue gesellschaftliche Verantwortungsbereiche aufgezeigt. In diesem Projekt haben wir den Jugendlichen eine Plattform gegeben, um mehr Informationen zu den verschiedenen Themen rund um „Verantwortung“ zu erhalten und um gemeinsam aktiv zu werden. Darüber hinaus hat dieses internationale Jugendbegegnungsprojekt geholfen, Vorurteile gegenüber den Menschen anderer europäischer Länder abzubauen und ein echtes Verständnis füreinander zu entwickeln. Zudem hat das Projekt den Jugendlichen, trotz Corona-Pandemie, die Möglichkeit der Begegnung und des Austausches geboten. Sodass trotz aller Einschränkungen ein Gefühl von europäischer Zusammengehörigkeit entstanden ist. Auch der Kontakt und die Zusammenarbeit mit unserer lettischen Partnerorganisation konnte durch dieses Projekt gepflegt und um die Möglichkeit digitaler Treffen ausgebaut uns weiter verstetigt. Die Jugendlichen hatten unterschiedliche soziale, kulturelle, ethnische und religiöse Hintergründe, mit denen sie in einen interkulturellen Dialog getreten sind. Sie haben dabei ein Gespür für ihre kulturelle Diversität im gemeinsamen Europa entwickelt und demokratische Werte wie Freiheit, Toleranz und Achtung vor Menschenrechten erarbeitet. Über das Thema „Wir tragen Verantwortung!“ wurden die Jugendlichen persönlich angesprochen und aufgefordert, Initiative zu ergreifen und gesellschaftlich in Aktion zu treten. Dabei wurden auch Schlüsselkompetenzen wie Fremdsprachenkenntnisse, Kommunikations- und Teamfähigkeit, Toleranz und Verantwortungsbewusstsein gestärkt. Die leitenden Fachkräfte der Jugendbegegnung verbesserten durch das Projekt ihre pädagogischen Qualifikationen in der Jugendarbeit. Die Nutzung digitaler Medien erweiterte das gemeinsame Begegnungsportfolio und soll auch in Zukunft für die Vor- und Nachbereitung sowie die Zwischenphasen einzelner Projekte genutzt werden. Die beiden Partnerorganisationen verbesserten mit diesem Projekt ihre Befähigung, auf europäischer Ebene zu agieren und sich, trotz aller Corona bedingten Umstände, auf transnationaler Ebene zu vernetzen. Innovative Methoden, Aktionen und gemachte Erfahrungen werden auch an andere Organisationen weitergegeben, sodass Multiplikatoreffekte auf verschiedenen Ebenen entstehen können.

Project partners (2)