Back to search

VENUES OF VICTIMS // VENUES OF PERPETRATORS: Mapping, decoding & processing the role of historical – civic education in (European) Youth Work

2020-2-DE04-KA105-0198002020Youth mobilityfinalized
Countries: DE|HR|PT|ES|EL|SI|LT · Grant: €53,535.39
Youth (Participation, Youth Work, Youth Policy)EU Citizenship, EU awareness and DemocracyIntercultural/intergenerational education and (lifelong)learning

Objectives

Im Jahr 2018 wurde das Projekt „Venues of Victims // Venues of Perpetrators. Mapping, decoding & processing the role of historical – civic education in (European) Youth Work” von der EJBW und internationalen Partnern aus 12 Europäischen Ländern umgesetzt. (https://www.youtube.com/watch?v=pIrvMmJp9Z8 ) Nach der Evaluation beschlossen die EJBW und ihre Partner, ein Folgeprojekt zu entwickeln, das auf den gemachten positiven Erfahrungen basiert, gleichzeitig aber die durch das abgeschlossene Projekt identifizierten Herausforderungen aktiv angeht. Das in 2020 beantragte, jedoch durch COVID-19 erst in 2021/2022 umgesetzte Gesamtvorhaben fokussierte auf das Themenfeld “Europäische Diktaturen nach 1945 als Gegenstand historisch-politischer (Jugend)Bildung und Jugendarbeit”. Angesichts zunehmend lauter anti-demokratischer und anti-europäischer Stimmen in vielen Ländern Europas, wurde ein steigender Bedarf die Europäischen Nachkriegsdiktaturen stärker als bisher in den Fokus der historisch-politischen Bildung zu stellen antizipiert, um sich kritisch mit ihren negativen Nachwirkungen sowie positiven (Selbst)Bildern auseinanderzusetzen. Ein gegenwärtiger Aufschwung des Rechtspopulismus, begleitet von zunehmender Aggressivität, sprachlicher Enthemmung und sozialer Polarisierung, beeinflusst auch die Bereiche Jugendbildung und Jugendarbeit. Diese Situation zwingt Multiplikator*innen bzw. Fachkräfte von politischer Bildung und Jugendarbeit, sich mit den von Populisten auferlegten historischen Diskursen auseinanderzusetzen. Das Projekt befasste sich mit verschiedenen Aspekten von Diktaturen und autoritären Herrschaftsformen im Nachkriegseuropa. Neben der Auseinandersetzung mit politischer Gewalt, Willkür und Propaganda, sollte das Projekt ebenfalls das alltägliche Leben fokussieren. Themenfelder wie Sport, Musik, Jugendkultur oder Tourismus sollten den jungen Teilnehmenden helfen, die Lebensumstände in einer Diktatur zu begreifen und mit eigener Erfahrung zu vergleichen. Darüber hinaus sollten Themen wie Widerstand und Kampf für Demokratie, Frieden, Menschen- und Umweltrechte berücksichtigt werden. Das Projektziel war, die themenspezifischen Kompetenzen der beteiligten Jugendarbeiter*innen im Bereich der historisch-politischen Bildung zu stärken und gleichzeitig junge Historiker*innen und Akademiker*innen mit der Didaktik der (historisch-) politischen Bildung und Methoden der (internationalen) Jugendarbeit vertraut zu machen. Gleichzeitig sollte das Projekt die Kompetenzen der Teilnehmenden stärken, sich kritisch mit zeitgenössischen autoritär-populistischen historischen Diskursen auseinandersetzen zu können, im Rahmen der Jugendarbeit und darüber hinaus, um der politischen Radikalisierung von Jugendlichen entgegenzuwirken. Im Einzelnen lassen sich daraus die folgenden Unterziele ableiten: • Fachkräfte der Jugendarbeit mit Kompetenzen auszustatten, die helfen, den populistischen Stammtischparolen entgegenzuwirken bzw. dem Populismus eine kritische und wissensbasierte Vergangenheitsdeutung entgegenzusetzen. • Methodische Kompetenzen von Jugendarbeiter*innen im Bereich der Geschichtsdidaktik für Jugendliche, junge Erwachsenen und bildungsferne Schichten zu fördern. • Die Teilnahme benachteiligter Jugendlicher und junger Erwachsener in internationalen Mobilitätsprojekten gewährleisten. • Geschichte attraktiv und greifbar machen: neue Themen aufgreifen, um die Attraktivität wissenschaftlich fundierter Geschichte für ein breiteres Publikum, zumal für junge Menschen zu unterstützen. • Geschichtsnarrative aufgreifen, die demokratische Werte, Institutionen und Politiken legitimieren und auf ihre Relevanz hinweisen. Befürwortung von Freiheit, Toleranz und Achtung vor Menschenrechten als gemeinsame Postulate gesamteuropäischer Werte aktiv unterstützen. • Den internationalen Wissenstransfer und den Aufbau einer nachhaltigen europäischen Kooperationsstruktur zwischen unterschiedlichen Trägern der historisch-politischen Bildung (Erinnerungsorte, Forschungseinrichtungen, Bildungsstätten und anderen Einrichtungen der Jugendbildung) zu ermöglichen.

Project partners (7)