Das Hauptanliegen der einreichenden Organisation war die Partizipation junger Menschen im Bundesland Salzburg zu fördern und zu ermöglichen. Jugendbeteiligung ist ein zentrales Bedürfnis von Jugendlichen und das Fundament der täglichen Arbeit von akzente Salzburg. Denn wer sich schon als junger Mensch aktiv beteiligen kann, wird das auch im Erwachsenenleben tun. Die Förderung von Demokratiebewusstsein und bürgerschaftlichen Engagement sind hier nur einige Stichworte. Mit Projekten wie diesem soll auch aktiv ein Beitrag zur Europäischen Jugendstrategie (inkl. Umsetzung der Youth Goals) geleistet werden. Zudem war Projektstart in einer Zeit, in der Jugendliche besonderen Belastungen durch die Covid19-Pandemie ausgesetzt waren und Solidarität eines der wichtigsten Güter wurde, weshalb das auch zum Projektschwerpunkt gewählt wurde. Die Solidarität zwischen den Generationen in der Covid19-Pandemie ist ein wichtiges Thema und zentral für den Zusammenhalt in der Gesellschaft und wurde auch immer wieder von jungen Menschen eingefordert. Mit dem Projekt soll nun die außerfamiliäre Generationensolidarität gestärkt werden. So wie es ein Jugendlicher im Salzburger Jugendreport 2021 formulierte: „Weniger Solodarität, mehr Solidarität und Weltoffenheit.“ Im „4 Thought for Solidarity“ des European Solidarity Corps Resource Centre wurde festgestellt, dass es keine einheitliche Definition des Begriffs „Solidarität“ gibt. Es wird aber konstatiert, dass es zentrale Aspekte von Solidarität gibt, mit denen sich die meisten identifizieren können. 1. Empathie (Es geht darum, andere zu verstehen und mit ihnen zu fühlen. Zu erkennen, dass jemand in Not ist, das Gefühl der Ungerechtigkeit zu teilen und zum Handeln motiviert zu sein.) 2. Menschenrechte (Sie sind die grundlegenden Rechte und Freiheiten, die jedem Menschen auf der Welt von der Geburt bis zum Tod zustehen. Der ständige Kampf für gleiche Rechte für alle ist ein wesentlicher Akt der Solidarität.) 3. Aktive Bürgerschaft (Es geht darum, etwas zu tun, Stellung zu beziehen und positiven sozialen Wandel zu beeinflussen.) 4. Inklusion (Solidarität muss darauf abzielen, Systeme, Strukturen, Politik und Einstellungen zu verändern, um weiter darüber nachzudenken, wie Menschen die Möglichkeit haben, einbezogen zu werden). Diese vier Aspekte fanden daher auch in diesem Projekt Beachtung. Schließlich wurden folgende Projektziele definiert: - Jugendliche erfahren, dass Verwaltung und Politik ein Dialog zwischen allen Beteiligten, gemeinsames Handeln und gemeinsames Verantworten ist. Das Demokratieverständnis und das politische Interesse werden gefördert. - Jugendliche lernen die verschiedenen politischen Ebenen kennen und treten in Dialog mit Entscheidungsträger:innen (auf Gemeinde-, Landes- und Bundesebene) - Jugendliche können ihre eigenen Fragen formulieren und an die Poliker:innen richten. - Jugendliche lernen verschiedene Arbeitsfelder in Politik und Verwaltung kennen. - Jugendliche erwerben und erweitern eine Vielzahl an Kompetenzen. - Jugendliche erhalten Hintergrundwissen zu Jugendstrategien (in Österreich bzw. in der EU) und Informationen zu diversen Fördermöglichkeiten (Eure Projekte, Erasmus+ etc.). - Jugendliche setzen sich mit den Youth Goals auseinander. - Jugendliche setzen sich mit dem Begriff "Solidarität" auseinander und lernen verschiedene Aspekte kennen. - Jugendliche beteiligen sich aktiv in ihrer Heimatgemeinde, setzen eigenständig ihre Projektideen um und können ihre eigenen Ideen authentisch präsentieren. - Jugendliche leisten einen Beitrag, solidarisches Verhalten in der Gesellschaft zu fördern. - Die im Rahmen des Projekts involvierten Politiker:innen und Multiplikator:innen bekommen einen umfassenden Einblick in Sichtweisen, Ängste und Wünsche von Jugendlichen. Die Jugendlichen werden als Expert:innen ihrer eigenen Lebenswelt und ernst zu nehmende Diskussionspartner:innen wahrgenommen.