Die zentralen Fragen dieses Projektes waren Fragen nach den Beteiligungsmöglichkeiten junger Menschen und nach gemeinsamer und damit sparsamer Nutzung von Ressourcen und der gerechten Verteilung des Zugangs zu Ressourcen. Welche Elemente einer Gesellschaft können in dieser Hinsicht verändert werden? Welche Möglichkeiten gibt es für junge Menschen, sich für nachhaltig rücksichtsvolle Veränderungen einzusetzen? Anhand existierender Beispiele in den beteiligten Kommunen (bzw. Ländern) reflektierten die Teilnehmenden Ressourcennutzung und Rahmenbedingungen für verschiedene Arten der Ressourcennutzung (solidarische Nutzung, gewinnorientierte Nutzungen, natur-exploitierende Nutzungen). Dabei wurden Lebensmittel ebenso in den Blick genommen wie Räume und Flächen in den lokalen Gemeinschaften. Im Zuge des 12-tägigen Projektes gestalteten die Teilnehmenden einen leerstehenden Raum und diskutierten mögliche Nutzungen. Der Raum konnte jugendkulturellen oder sozialen Zwecken dienen, als Begegnungsort für Jugendliche, als zu kulturellen Aktivitäten anregender Ort, als Ort zur Verteilung von Lebensmitteln im Rahmen des Kasseler Food sharings u.v.m. Letztlich war der Raum Treffpunkt und Ausstellungsraum. Die Teilnehmenden gestalteten diesen Raum mit Graffiti, dem Bau einfacher Möbel, dem Bau mobiler Spielgeräte (Minigolfanlage) und künstlerischen Elementen, die Position zu aktuellen Themen bezogen. Ziel war, zu zeigen, welche Nutzungsmöglichkeiten für leerstehende Räume bestehen. Idealerweise hätte der Ort für eine längere Zeit – über das Ende dieses internationalen Projektes hinaus - für (junge) Menschen im lokalen Umfeld erhalten bleiben sollen. Darüber hinaus lernten die Teilnehmenden verschiedene lokale Firmen und Kooperativen, deren Philosophie und die konkrete Umsetzung der Ideen gemeinsamer Nutzung in den Bereichen Landwirtschaft und Lebensmittel (Solidarische Landwirtschaft, Food sharing, Essbare Stadt), Energie, Zukunftsvisionen und kulturell relevante Orte kennen. Projektziele waren: - Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten kollektiver Ressourcennutzung - Kennen lernen bestehender Kooperativer Formen (in den beteiligten Ländern) - Austausch über die lokalen bzw. regionalen Gegebenheiten - Entwicklung von Strategien zur Beteiligung an der Nutzung von Räumen in den Heimatorten - Erkennen von Potential, das für gemeinsame Nutzung geeignet ist - Auseinandersetzung mit Bedingungen gerechter Verteilung - Formen und Möglichkeiten von Beteiligung kennen lernen - Austausch über Rahmenbedingungen in den beteiligten Orten bzw. Ländern - Lösungsideen und Lösungsansätze bei Nutzungskonflikten im öffentlichen Raum entwickeln - Reflexion der Bedingungen für die Entwicklung und Umsetzung kooperativer Nutzung - Reflexion von Stolpersteinen - Reflexion vom Zusammenspiel von Gewinnorientierung und kooperativer Ressourcennutzung - Ideen für Upcycling und Umnutzungen entwickeln Am Ende des Projektes stand die öffentliche Präsentation des gestalteten Raums im Rahmen einer Vernissage.