IBG will durch durch internationale Freiwilligenprojekte einen Beitrag gegen Rassismus und für weltoffenes Denken leisten, Solidarität über Ländergrenzen hinweg ermöglichen und zu persönlicher Entwicklung und Bewusstseinsveränderungen bei jungen Menschen beitragen. Seit 2022 liegt ein Schwerpunkt unseres Engagements auf dem Thema Klimaschutz in Wäldern und Mooren, was sich in unserem Jahresthema für die hier relevanten Jahre 2022 und 23 widerspiegelt: "Let's take action for climate protection - Anpacken für Wälder und Moore" Das Erasmus+ Projekt flankierte unsere Arbeit in dem Bereich und diente durch die beiden Fachkräftemaßnahmen der Sicherung und Steigerung der Qualität unserer Workcamps und Freiwilligenteams durch die Vermittlung von Erfahrungen und Kompetenzen an ehrenamtliche Gruppenleitungen und als wertvolle Lern- und Weiterbildungsmöglichkeit für unser haupt- und ehrenamtliches Trainer:innenteam. Gleichzeitig wollten wir durch das Projekt unser Angebot insbesondere für unter 18 Jährige Jugendliche erweitern und konnten mit dem Youth Exchange ein geeignetes Format anbieten, um den Grundstein für eine längerfristige Auseinandersetzung mit dem Thema Wälder im Klimawandel als einer globalen Herausforderung zu legen. Unsere Zielsetzungen generell und für das Projekt im Speziellen sind und waren: 1. Internationale Jugendarbeit ist für alle da: barrierearme Projekte (weiter-)entwickeln, Zugänge erleichtern, neue Zielgruppen erschließen. Insbesondere in den beiden Fachkräftemaßnahmen ist es uns hier gelungen, sowohl Teilnehmende zu gewinnen, die gewisse Barrieren zu überwinden hatten, als auch für IBG neue bzw bisher wenig vertretene Zielgruppen in unsere Aktivitäten einzubinden. 2. Klimawandel und nachhaltige Entwicklung als kontinuierliches Thema, als Lern- und Entwicklungsfeld: im Projekt gut sichtbar als thematisches "Leitziel" zum einen um zukünftige Gruppenleitungen mit dem notwendigen Werkzeug auszustatten, um selbst umweltpädagogische Impulse für internationale Freiwillige und auch andere Zielgruppen setzen zu können (A1 und A2). Zum anderen mit dem Youth Exchange (A3) eine spezifische Aktivität zu diesem Aktionsfeld für vorwiegend minderjährige Freiwillige. Die nachhaltige Gestaltung aller Aktivitäten war uns ein Anliegen und bot Möglichkeiten unsere bisherige Praxis noch weiter zu verbessern, z.B. in Hinblick auf "Green Travel", Ernährung und Verpflegung in den Aktivitäten etc. 3. Partizipation, Partizipationsmöglichkeiten und Partizipationsfähigkeiten junger Menschen stärken: im Projekt wurden offene Partizipationsmöglichkeiten in Bezug auf Planung und Durchführung geboten und gestärkt ; In den beiden Seminaren (A1 und A2) in einem ersten Schritt durch die Gestaltungsmöglichkeiten, die durch den ehrenamtlichen Teil des Trainer:innen Teams wahrgenommen werden konnten und in einem zweiten Schritt vor allem durch das sehr aktive Einbeziehen der Teilnehmenden in die Programmgestaltung und das Raum schaffen für die Umsetzung dieser peer-education Elemente vor Ort. Im Youth Exchange A3 konnte auf die Programmgestaltung, jedenfalls was den waldpädagogischen Anteil angeht nur begrenzt Einfluss genommen werden, da hier die Angebote und Möglichkeiten des Waldschulheims maßgeblich waren. Dafür wurde besonderer Wert darauf gelegt, dass Teilnehmende und Gruppenleitungen den anderen Programmteil (Gruppenaktivitäten, Freizeitgestaltung) selbst bestimmt und demokratisch organisierten. 4. Zukunft kennt keine Grenzen: Europäische und internationale Zusammenarbeit mit gemeinsamen Werten als Grundlage für die Beantwortung der gesellschaftliche und globalen Zukunftsherausforderungen erfahrbar machen und ins Bewusstsein rücken. Mit dem Klimawandel und seinen Auswirkungen auf Wälder und Moore im Zentrum des Projekts, wurde dies den Teilnehmenden anhand der zentralsten aller Herausforderungen deutlich gemacht und versucht, Denkmuster aufzubrechen und zu Verhaltens- und Einstellungsänderungen beizutragen, bei Teilnehmenden aber auch in den beteiligten Partnerorganisationen. 5. Internationale Jugendarbeit weiterentwickeln: Die Zusammenarbeit mit unseren beteiligten Partnern wurde gestärkt, ehren- und hauptamtliche Fachkräfte weiter qualifiziert und um umweltpädagogische Kompetenzen erweitert. 6. Digitale Elemente in internationale Projekte integrieren: digitale Elemente wurden in alle Aktivitäten eingebunden und haben geholfen v.a. den Vorbereitungs- und Partizipationsprozess qualitativ zu steigern. 7. Local Impact steigern: Internationale Projekte haben großes Potential auch auf die Projektorte zu wirken. In den Seminaren A1 und A2 konnten dies die Teilnehmenden durch die Besuche ganz konkreter Projektorte von IBG in und um den Nationalpark Hunsrück-Hochwald praktisch erfahren und erleben. Im Youth Exchange konnte dies durch die Einbeziehung von lokalen Jugendlichen auch auf Ebene der Bevölkerung erreicht werden.