Die jungen OrchestermusikerInnen sollten in ihrer Selbstwahrnehmung, in ihren musikalischen und sozialen Fähigkeiten, in ihrem Selbstbewusstsein und in ihrer Einsicht in den internationalen Kulturbetrieb gestärkt werden. Gleichzeitig sollten sie auf die tertiäre Ausbildung, die ja für die meisten in den nächsten Jahren folgen wird, vorbereitet werden. Der Bereich der Musikuniversitäten ist ganz besonders internationalisiert und wird von einem harten Wettbewerb begleitet – es ist schwierig, überhaupt einen Studienplatz an einer Kunstuniversität zu bekommen. Das Projekt “European Harmonies” bot den jungen MusikschülerInnen im Rahmen eines internationalen Jugendorchesterprojekts die Möglichkeit, ihren Ausbildungsstand miteinander zu vergleichen und in ihrer peer group voneinander zu lernen. Dabei sollte es aber nicht um Rivalität, sondern um eine gesunde Konkurrenz gehen.
Das Projekt European Harmonies sollte jungen OrchestermusikerInnen, die an Musikschulen in Lettland, Estland, Ungarn und Österreich unterrichtet werden, dazu dienen, dass sie wichtige Kompetenzen auf ihrem Weg zu einer professionellen Karriere erlernen. Somit standen neben der Wichtigkeit einer professionellen musikalischen Vorbereitung und Durchführung des Projekts auch das Erlernen von sozialen Kompetenzen, die Kommunikation und das Umgehen mit neuen Lehr- und Lernmethoden im Vordergrund. Die SchülerInnen sollten auch auf die Realität einer Orchestertournee vorbereitet wurden und gleichzeitig lernen, mit dem Erwartungsdruck, der durch die Teilnahme an einem Prestigeprojekt des Programms der europäischen Kulturhauptstadt Veszprem gegeben war, gut umzugehen.