Das Projekt hatte vier Schwerpunkte: Bewusstmachung: über die gefühlten Identitäten der beteiligten Jugendlichen (es gibt immer mehr als eine) durch gemeinsame Diskussionen und Workshops. Wir wollten hinterfragen, warum "meine Identitäten" in einer europäischen Demokratie wichtig und willkommen sind. Sichtbarmachung: Ermächtigung, diese von den Jugendlichen erarbeiteten Identitäten mittels Film und Exponaten für Erwachsene in professioneller Weise (in Begleitung von JournalistInnen, FilmemacherInnen und JugendarbeiterInnen) verständlich und sichtbar zu machen. Dies geschieht mit Hilfe von Filmen und einer Ausstellung. Das Rüstzeug und Equipment für diese medienwirksame Sichtbarmachung wurde den TeilnehmerInnen in unterschiedlichen Workshops gegeben. Vergleich: Wie sehen meine Identitäten im Vergleich mit Jugendlichen aus einem anderen europäischen Land aus, das zwar auf eine gemeinsame historische Verbindung zurückblickt, sich aber gesellschaftlich sehr unterschiedlich entwickelt hat? Wo stehen sie im europäischen Vergleich, welche Rolle spielen Klischees und Vorurteile? Positionierung: Gemeinsames Erarbeiten welche Rolle spiele ich mit meinen Identitäten innerhalb einer europäischen demokratischen Gesellschaft und wie möchte ich von EntscheidungsträgerInnen und einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen werden? Die Jugendliche haben ihren persönlichen Beitrag für die Gesellschaft jetzt und künftig als erwachsene junge Menschen erkannt und sind viel eher bereit, einen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration und zur Teilhabe zu leisten. Dies wurde im Austausch mit MedienvertreterInnen, StakeholderInnen aus Politik und Bildung aber auch mit renommierten VertreterInnen der Kulturszene erfolgreich erprobt.