Mit dem Projekt „Nachhaltigkeit in Aktion 2.0 – Lernen, Leben, Weitergeben!“ verfolgten wir das Ziel, eine wirkungsvolle und praxisnahe Bildungsinitiative für Fachkräfte der Jugendarbeit zu schaffen, die sowohl persönliche als auch gesellschaftliche Veränderungsprozesse im Sinne der nachhaltigen Entwicklung anstößt. Aufbauend auf dem Erfolg unseres Vorgängerprojekts „Sustainability in Action“ wollten wir mit der Fortsetzung nicht nur die im ersten Projekt gesetzten Impulse verstärken, sondern auch neue Schwerpunkte setzen, insbesondere in Hinblick auf Digitalisierung, soziale Gerechtigkeit und kulturelles Erbe. Unsere Vision war es, Räume für Austausch, Reflexion und aktives Lernen zu schaffen, in denen Nachhaltigkeit nicht nur als theoretisches Konzept, sondern als ganzheitlicher, erlebbarer und vermittelbarer Lebensansatz verstanden und gelebt wird. Ein zentrales Ziel war es, Jugendarbeiter*Innen zu befähigen, selbst ein nachhaltigeres Leben zu führen, in ihrem Handeln Vorbild zu sein und ihr Wissen, ihre Werte und Kompetenzen im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an junge Menschen weiterzugeben. Dabei verfolgten wir einen interdisziplinären Ansatz, der Nachhaltigkeit nicht nur auf ökologische Aspekte reduziert, sondern auch wirtschaftliche, soziale, kulturelle und persönliche Dimensionen mit einbezieht. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche und globaler Herausforderungen halten wir es für essenziell, dass junge Menschen – und besonders jene, die mit ihnen arbeiten – ein tiefgreifendes, systemisches Verständnis für Nachhaltigkeit entwickeln. Wir setzten uns das Ziel, drei zentrale Handlungsebenen miteinander zu verbinden: Erstens die persönliche Ebene, auf der die Teilnehmenden ihre eigenen Werte, Lebensweisen und Ressourcen reflektieren; zweitens die pädagogisch-methodische Ebene, auf der sie neue Werkzeuge und didaktische Ansätze für nachhaltige Bildungsarbeit kennenlernen; und drittens die gesellschaftlich-politische Ebene, auf der sie sich mit den strukturellen Herausforderungen und Chancen für eine nachhaltige Transformation auseinandersetzen. Besonderes Augenmerk legten wir auf die Verbindung von Nachhaltigkeit und Digitalisierung. In einer Welt, in der technologische Entwicklungen nahezu alle Lebensbereiche durchdringen, wollten wir gemeinsam mit den Teilnehmenden untersuchen, ob und wie Digitalisierung einen positiven Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten kann – etwa durch die Schonung von Ressourcen, durch virtuelle Zusammenarbeit oder durch innovative Bildungsformate. Gleichzeitig beleuchteten wir auch die Risiken digitaler Entwicklungen, insbesondere in Bezug auf Energieverbrauch, soziale Isolation oder den Zugang zu Bildung. Ein weiteres Ziel bestand darin, digitale Werkzeuge sinnvoll in nachhaltige Bildungsprozesse zu integrieren und so neue methodische Perspektiven für die Jugendarbeit zu eröffnen. Ein weiterer zentraler Aspekt unseres Projekts war die Stärkung des gemeinschaftlichen Miteinanders und der sozialen Gerechtigkeit. Wir stellten die Frage, wie wir Gemeinschaft nachhaltiger gestalten können – im Kleinen wie im Großen. Dabei thematisierten wir nicht nur globale Gerechtigkeit, sondern auch den Schutz und die Weitergabe kulturellen Erbes. Besonders in ländlichen oder benachteiligten Regionen ist das Wissen um lokale Traditionen, Praktiken und Werte ein wichtiger Bestandteil nachhaltiger Entwicklung. Wir wollten daher herausstellen, welche Bedeutung diese Formen des kulturellen Wissens für zukünftige Generationen haben und wie sie in die Bildungsarbeit integriert werden können. Nicht zuletzt war es uns ein Anliegen, die Ressourcen und das Wohlbefinden der Jugendarbeiter*Innen selbst in den Fokus zu rücken. Nachhaltigkeit beginnt für uns bei der Selbstfürsorge: Wer andere langfristig begleiten und inspirieren will, muss auch die eigenen Kräfte kennen und schützen können. Deshalb schufen wir im Rahmen des Projekts auch Räume für Achtsamkeit, Reflexion und Regeneration, in denen die Teilnehmenden Strategien zur Stärkung ihrer physischen und psychischen Gesundheit entwickeln konnten. Durch die internationale Zusammenarbeit und die Vielfalt der Perspektiven – sowohl kulturell als auch fachlich – wollten wir einen europäischen Lernraum schaffen, der über nationale Grenzen hinweg zu neuen Denk- und Handlungsweisen inspiriert. Die Begegnung mit Gleichgesinnten, das Arbeiten in internationalen Teams und das gemeinsame Entwickeln von Projekten sollte nicht nicht nur interkulturelle Kompetenzen fördern, sondern stärkte auch die Motivation, sich langfristig für eine nachhaltige Gesellschaft einzusetzen. Abschließend war es unser Ziel, alle erarbeiteten Materialien, Methoden, Good Practices und Workshopleitfäden in einem umfangreichen E-Book zusammenzufassen, das auch über das Projekt hinaus anderen Organisationen und Fachkräften zugänglich gemacht werden kann.