Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien hat sich sich von Anfang an am Erasmus-Programm der EU beteiligt; ist doch der grenzüberschreitende, teilweise auch der transdisziplinäre Austausch ein intrinsisches Merkmal für die lang geübte Praxis bei Künstler*innen/Musiker*innen und somit auch der mdw. Daher war die Begeisterung, hierfür eine Struktur und auch Finanzen zur Verfügung gestellt zu bekommen, entsprechend groß. Die konkreten Umsetzungsvorgaben und Rahmenbedingungen wurden allerdings anfänglich in ihrer Sinnhaftigkeit oft nicht verstanden und werden auch heute noch teilweise als einengend und administrativ überbordend empfunden. Mit den Jahren hat die mdw sich in ihrem Sektor der Musik und der darstellenden Künste – auch dank des Erasmus+Programmes –sehr gut mit Schwesterinstitutionen und Fachbereichsorganisationen vernetzt und beteiligt sich proaktiv an der Weiterentwicklung des Programmes bzw. greift wohlüberlegt und erfolgreich jene neuen Maßnahmen auf, wo eine Teilnahme als sinnvoll wahrgenommen wird (wie bspw. an In.tune, der einzigen bewilligten European University Alliance im Musikbereich in Europa). Mit den sogenannten Blended Intensive Programmes-BIPs bietet das Programm genau jene Aktionslinie an, die bei Auszubildenden im Bereich der Musik und Darstellenden Kunst als „Projektzusammenarbeit“ in der beruflichen Zukunft gang und gäbe sein wird. Daher ist die mdw sehr bemüht, viele solche Impulse zu setzen, in dem sie nicht nur mdw-Studierende zu den vielseitigen und interdisziplinär angelegten BIPs von Partnern entsendet, sondern auch selbst solche in Nischenbereichen koordiniert und durchführt. Da die mdw in ihrem Bereich eine herausragende Spitzenposition einnimmt, ist es nicht möglich, alle BIP-Angebote mit mdw-Angehörigen zu beschicken. Ziel ist und bleibt es jedenfalls, ständig auch in den etablierten Programmteilen wie bei den Einzelmobilitäten (bisher aktiv SMS, STA, STT in KA131 und in KA131 International) an einer (administrativen) Verbesserung, an einer Vereinfachung der administrativen Abläufe (mit Hilfe eines Datenbanksystems, das permanent erweitert und adaptiert wird) und an einer Qualitätssteigerung sowie am Rücklauf der Erkenntnisse nach Abschluss der Erasmus+ Aktivitäten, sowie an einer Erhöhung der Nachhaltigkeit und Inklusion bei Erasmus+ Aktivitäten zu arbeiten. All das bewirkt im Idealfall eine Steigerung der mdw-internen Wahrnehmung und Akzeptanz von Erasmus+ sowie eine niederschwellige, umfassende und sinnvolle Nutzung des Erasmus+Angebots durch mdw-Angehörige. Die mdw als einer der weltweit größten und vielseitigsten Ausbildungsstätte für Interpret*innen in Musik und darstellender Kunst, für Pädagog*innen und für (zukünftige) Forscher*innen ist stets bemüht, ihr Austauschangebot zu erweitern, vertiefen und an die Ausbildungsbedürfnisse in einer sich rasch veränderten Welt anzupassen. Daher werden – nach reiflicher interner Überlegung im Zuge eines partizipativen bottom-up Verfahrens – immer wieder ausgewählte neue Partnerhochschulen und -organisationen zur Erasmus+ Zusammenarbeit mit der mdw eingeladen und so neue Impulse gesetzt. Die mdw ist sich ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung bewusst und reagiert auf globalen Entwicklungen und Herausforderungen. Für eine bessere Sichtbarkeit ihrer Aufgaben wurden gemeinsam mit allen mdw-Zugehörigen zahlreiche Statements und Strategien erarbeitet. Viele strategischen Schwerpunkte der mdw fallen mit den Erasmus+ Programmschwerpunkten zusammen und sind an unserem Haus bereits weit entwickelt.