Das Projekt "Make your own (Hi)Story - Jugendperspektiven auf Europa" sollte Jugendlichen ein emotionales und kognitives Europa-Wissen vermitteln, das auf eigenen Lebensbezügen, Erfahrungen und persönlichen/familiären Hintergründen beruht. Die Jugendlichen sollten durch gezielte Workshops und die gemeinsame Arbeit für sich Fragen wie "Was hat Europa mit mir zu tun?" und "Welchen Grund gibt es für mich persönlich für Europas Einigung einzutreten?" beantworten können. Ziel war es Vorurteile abzubauen, neue Lernchancen zu erhalten, interkulturelle Lernerfahrungen zu sammeln, gemeinsame demokratische Werte in Europa zu leben und ein besseres - historisch fundiertes - Verständnis für die europäische Einigung zu entwickeln. Den Zugang zu diesen Lernschritten sahen wir dabei in den familiären Geschichten der Teilnehmenden in Bezug auf (Arbeits-) Migration, Ausgrenzung und Selbstverwirklichung. Die Vielfältigkeit der Teilnehmenden und ihrer Geschichten sollte die Basis für die Entwicklung eines Verständnisses für Europa bilden und die Jugendlichen dabei unterstützen ein europäisches Bewusstsein zu schaffen. Die historisch-politische Auseinandersetzung mit der Geschichte auf der Grundlage der Familiengeschichten war für die Jugendlichen eine gut geeignete Methode für historisches Lernen. Sie machte Geschichte lebendiger und verbunden mit der eigenen Lebenswelt auch greifbarer. Dabei war es uns wichtig, den Jugendlichen einen Raum zu geben, in dem sie mit ihrer Meinung experimentieren und Eigeninitiative im Umgang mit historischen und aktuellen Themen entwickeln konnten. Der gleichberechtigte Austausch über eigene Erfahrungen und Wahrheiten aus verschiedenen nationalen Perspektiven ermöglichte es, eigene Sichtweisen zu relativieren und so nationale Überhöhungen zu hinterfragen.