Das Projekt Natur-Ally hatte das Ziel, durch die Integration naturbasierter Achtsamkeitstechniken in die Jugendarbeit, die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden von jungen Menschen zu fördern. Die Covid-19-Pandemie und die damit einhergehenden Quarantänen hatten deutliche psychologische Auswirkungen auf die Bevölkerung, insbesondere auf junge Menschen, die unter Isolation, Depressionen und dadurch bedingten Stress litten. Dieses Projekt zielte darauf ab, Jugendbetreuer*innen innovative Ansätze und Methoden zu vermitteln, um die aus der Pandemie folgenden Herausforderungen anzugehen: Es sollten langfristig positive Veränderungen bei Jugendlichen bewirkt werden, indem sie Wege erlernten, ihre Resilienz zu stärken und sich mit sich selbst und ihrer natürlichen Umgebung zu verbinden. Die teilnehmenden Organisationen aus acht europäischen Ländern (Deutschland, Italien, Frankreich, Lettland, Polen, Tschechien, Griechenland und Slowenien) arbeiteten eng zusammen, um das Thema naturbasierte Achtsamkeit in ihre Jugendarbeit zu integrieren. Besonders betont wurde Methoden, welche auf die Förderung der emotionalen und sozialen Fähigkeiten junger Menschen abzielen, indem sie ihnen helfen, Stress abzubauen und Resilienz zu entwickeln. Ziel des Projekts war es, Jugendbetreuer*innen zu schulen, damit sie in ihrer täglichen Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen Achtsamkeitstechniken einsetzen können. Dies soll nicht nur das Wohlbefinden der Jugendlichen verbessern, sondern auch deren Selbstwahrnehmung, Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit zur Emotionsregulierung stärken und infolgedessen auch ihre sozialen Interaktionsmöglichkeiten erweitern. Die Schulungen im Rahmen des Projekts fanden im Freizeitheim Sattenhausen in Deutschland statt, wo insgesamt 28 Teilnehmerinnen aus den verschiedenen Partnerländern an einer intensiven Trainingswoche teilnahmen. Neben praktischen Übungen und Reflexionen wurden die Jugendbetreuer*innen auch darin unterstützt, nach dem Training eigene Folgeaktionen zu planen und in ihren Heimatländern durchzuführen, um das Gelernte nachhaltig in die Jugendarbeit zu integrieren. Durch die Umsetzung von acht Aktionsplänen in den Partnerländern sollte das Projekt nicht nur auf lokaler Ebene wirken, sondern langfristig die Jugendarbeit in allen teilnehmenden Organisationen positiv beeinflussen. Die Verbreitung der naturbasierten Achtsamkeitsmethodik in Europa war ein zentrales Ziel, das durch die enge Zusammenarbeit der Partnerorganisationen und die gemeinsame Evaluierung der Projektinhalte angestrebt wurde.