Das Projekt „Gemeinsam für Europa“ verfolgte das zentrale Ziel, junge Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern dazu zu befähigen, sich aktiv mit den Themen Demokratie, Europäische Union und politische Teilhabe auseinanderzusetzen und eigenständig Projekte in ihren jeweiligen Heimatländern durchzuführen. Im Mittelpunkt stand dabei die Entwicklung und Vorbereitung von dezentralen Erstwähler:innen-Projekten, die von den Jugendlichen selbst initiiert, geplant und später auch umgesetzt werden sollten. Durch die Jugendbegegnung in Weimar sollte ein Raum geschaffen werden, in dem junge Teilnehmende gemeinsam Ideen entwickeln, Methoden erproben und Werkzeuge an die Hand bekommen konnten, um in ihrem lokalen Umfeld wirkungsvoll aktiv zu werden. Dabei ging es nicht nur um reine Wissensvermittlung, sondern vor allem um die Stärkung der Partizipationsfähigkeit und der Wahrnehmung eigener Wirksamkeit. Die Jugendlichen sollten sich als Teil eines größeren europäischen Zusammenhangs begreifen und erfahren, dass ihre Stimme und ihr Engagement für Demokratie und ein vereintes Europa einen echten Unterschied machen können. Indem sie lernten, wie demokratische Prozesse funktionieren, wie europäische Institutionen aufgebaut sind und wie politische Bildung wirksam gestaltet werden kann, wurde ihr Bewusstsein für ihre Rolle als europäische Bürger:innen gestärkt. Ziel war es auch, durch die Arbeit in internationalen Teams den interkulturellen Austausch zu fördern und ein gemeinsames europäisches Verantwortungsgefühl zu entwickeln. Darüber hinaus entstand im Rahmen der Begegnung eine digitale Methodenbox mit erprobten Formaten politischer Bildung, die allen Teilnehmenden für ihre eigenen Projekte zur Verfügung gestellt wurde. Durch die enge Einbindung der Jugendlichen in Planung und Durchführung des Projektes wurde ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt – ein entscheidender Schritt hin zu mehr Selbstwirksamkeit und langfristigem zivilgesellschaftlichem Engagement.