Mit der Umsetzung der beiden Regionalen Auswahlsitzungen des Europäischen Jugendparlaments (EJP) in Trier und Eckernförde verfolgte das Projekt das übergeordnete Ziel, junge Menschen aus ganz Europa durch interaktive europapolitische Bildungsarbeit zu befähigen, sich aktiv mit aktuellen gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen auseinanderzusetzen, demokratische Prozesse praktisch zu erleben und ihre Persönlichkeit sowie ihre sozialen und interkulturellen Kompetenzen weiterzuentwickeln. Ein zentrales Ziel beider Projekte war es, Politik und Demokratie für Jugendliche erleb- und erfahrbar zu machen. Durch die realitätsnahe Simulation parlamentarischer Prozesse – insbesondere die Ausschussarbeit, das Arbeiten im Konsensprinzip sowie die parlamentarischen Vollversammlungen nach dem Vorbild des Europäischen Parlaments – sollten die Teilnehmenden ein vertieftes Verständnis für die Funktionsweise europäischer Institutionen, demokratische Entscheidungsfindung und politische Meinungsbildung entwickeln. Gleichzeitig sollten sie erfahren, dass politische Teilhabe und die Übernahme von Verantwortung wirksam und sinnstiftend sein können. Darüber hinaus zielten die Projekte darauf ab, junge Menschen zu einer aktiven inhaltlichen Auseinandersetzung mit aktuellen europäischen Herausforderungen anzuregen. Die thematischen Schwerpunkte – in Trier die Rolle der Geschichte als Grundfeste europäischer Zusammenarbeit und in Eckernförde die Transformation von Küstenregionen im Spannungsfeld von Resilienz und nachhaltiger Entwicklung – sollten verdeutlichen, dass sowohl historische Erfahrungen als auch globale ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen eine zentrale Grundlage für heutige politische Entscheidungen in Europa bilden. Die Jugendlichen wurden ermutigt, komplexe Problemstellungen kritisch zu analysieren, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und innovative, zukunftsorientierte Lösungsansätze zu erarbeiten. Ein weiteres wesentliches Ziel war die Förderung des europäischen Austauschs und der interkulturellen Verständigung. Durch die internationale Zusammensetzung der Teilnehmenden aus zahlreichen europäischen Ländern sowie durch gemeinsame kulturelle und soziale Programmpunkte sollte der europäische Gedanke über die inhaltliche Arbeit hinaus erlebbar werden. Die Sitzungen sollten zur Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Identität beitragen, Toleranz und gegenseitige Anerkennung stärken und langfristige internationale Freundschaften ermöglichen. Zudem verfolgte das Projekt das Ziel der Persönlichkeitsbildung und individuellen Weiterentwicklung der Jugendlichen. Die Teilnehmenden sollten ihre rhetorischen Fähigkeiten, ihr kritisches Denken, ihre Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie ihr Selbstvertrauen ausbauen. Insbesondere die Arbeit in internationalen Teams, das Debattieren unter Zeitdruck und das konstruktive Umgehen mit Kritik sollten dazu beitragen, Kompetenzen zu fördern, die über die formelle schulische Bildung hinausgehen und für zukünftiges gesellschaftliches Engagement relevant sind. Nicht zuletzt hatten die Regionalen Auswahlsitzungen eine selektive Funktion innerhalb des Nationalen Auswahlprozesses des EJP. Ziel war es, auf Grundlage der akademischen und persönlichen Leistungen der Teilnehmenden besonders engagierte Jugendliche für die Nationale Auswahlsitzung sowie für weitere internationale Veranstaltungen des EYP-Netzwerks auszuwählen und ihnen so weitere Möglichkeiten zur Vertiefung ihres Engagements und ihrer europapolitischen Bildung zu eröffnen. Insgesamt zielte das Projekt darauf ab, einen nachhaltigen Beitrag zur aktiven politischen Partizipation junger Menschen, zum interkulturellen Dialog in Europa und zur Stärkung demokratischer Werte zu leisten.