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Regionale Auswahlsitzungen 2026

2025-1-DE04-KA154-YOU-0003031772025Youth participation activitiesfinalized
Countries: DE|CZ|AT|PT · Grant: €59,999
Awareness about the European UnionDemocracy and inclusive democratic participationEuropean identity and values

Objectives

Mit der Umsetzung der beiden Regionalen Auswahlsitzungen des Europäischen Jugendparlaments (EJP) in Bochum und Schorndorf verfolgte das Projekt das übergeordnete Ziel, junge Menschen aus ganz Europa durch interaktive europapolitische Bildungsarbeit zu befähigen, sich aktiv mit aktuellen gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen auseinanderzusetzen, demokratische Prozesse praktisch zu erleben und ihre Persönlichkeit sowie ihre sozialen und interkulturellen Kompetenzen weiterzuentwickeln. Ein zentrales Ziel beider Projekte war es, Politik und Demokratie für Jugendliche erleb- und erfahrbar zu machen. Durch die realitätsnahe Simulation parlamentarischer Prozesse – insbesondere die Ausschussarbeit, das Arbeiten im Konsensprinzip sowie die parlamentarischen Vollversammlungen nach dem Vorbild des Europäischen Parlaments – sollten die Teilnehmenden ein vertieftes Verständnis für die Funktionsweise europäischer Institutionen, demokratische Entscheidungsfindung und politische Meinungsbildung entwickeln. Gleichzeitig sollten sie erfahren, dass politische Teilhabe und die Übernahme von Verantwortung wirksam und sinnstiftend sein können. Darüber hinaus zielten die Projekte darauf ab, junge Menschen zu einer aktiven inhaltlichen Auseinandersetzung mit aktuellen europäischen Herausforderungen anzuregen. Beide Sitzungen waren Teil des Nationalen Auswahlprozesses 2025/2026 zum übergeordneten Thema „Europas Weg zur nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit" und beleuchteten dabei jeweils eigene thematische Schwerpunkte: In Bochum stand die Frage nach einem krisenfesten Wirtschaftssystem für Europa im Mittelpunkt – passend zur Geschichte der Stadt als ehemalige Bergbauregion, die selbst einen tiefgreifenden Strukturwandel hin zum Wissens- und Dienstleistungssektor durchlaufen hat. In Schorndorf befasste sich die Sitzung unter dem Motto „Wurzeln schützen, Wachstum fördern – Saubere Industrien stärken" mit der Transformation von Industrieregionen im Kontext aktueller globaler Herausforderungen und nahm dabei sowohl die historische wirtschaftliche Stärke Baden-Württembergs als auch dessen künftiges Innovationspotenzial in den Blick. Beide Themenschwerpunkte sollten verdeutlichen, dass ökonomische Resilienz, der Strukturwandel traditioneller Wirtschaftsregionen sowie ökologische und gesellschaftliche Entwicklungen eine zentrale Grundlage für heutige politische Entscheidungen in Europa bilden. Die Jugendlichen wurden ermutigt, komplexe Problemstellungen kritisch zu analysieren, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und innovative, zukunftsorientierte Lösungsansätze in Form von Resolutionen zu erarbeiten. Im Sinne der drei Hauptziele des EJP – aktive Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen, das Erleb- und Erfahrbarmachen von Politik und Demokratie sowie die Persönlichkeitsbildung der Jugendlichen – sollten die Teilnehmenden im Rahmen der Ausschussarbeit konkrete „Europakompetenzen" erwerben: verbesserte Kommunikations- und Sprachkenntnisse, Kompromiss- und Problemlösungsfähigkeiten, Frustrationstoleranz sowie Selbstbewusstsein in der Zusammenarbeit innerhalb internationaler Teams. Durch das Zusammentreffen von Jugendlichen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen sollten zudem nationale Vorurteile abgebaut werden. Im Sinne des vierten Europäischen Jugendziels sollten die Delegierten zudem befähigt werden, gesellschaftliche Herausforderungen zu identifizieren, Lösungsvorschläge zu erarbeiten und Verantwortung für die Zukunft Europas zu übernehmen. Auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen sollten von reflexiven Prozessen während ihrer Vorbereitung und Tätigkeit profitieren, die ihren Zusammenhalt stärkten und ihre Sensibilität für Diskriminierungsmechanismen und Privilegien schärften. Als erste Stufe des Nationalen Auswahlprozesses richteten sich beide Sitzungen dabei bewusst auch an Jugendliche, die zum ersten Mal an einer EJP-Veranstaltung teilnahmen, und boten ihnen einen niedrigschwelligen Einstieg in die europapolitische Bildungsarbeit des EJP. Langfristig verfolgte das Projekt das Ziel, junge Menschen für Europa zu begeistern, einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten und eine gemeinsame europäische Identität zu fördern – getragen von der Überzeugung, dass aktive Partizipation und Verantwortungsübernahme nicht nur notwendig sind, sondern auch Freude bereiten.

Project partners (4)