Das Projekt verfolgt das Ziel, junge Menschen zu befähigen, aktiv an einem internationalen Jugendaustausch teilzunehmen und durch non-formale Bildung vielfältige Lernmöglichkeiten zu eröffnen. Durch gemeinsame Gruppenerfahrungen stärken die Teilnehmenden zentrale Kompetenzen und werden zu demokratischer Teilhabe sowie bürgerschaftlichem Engagement ermutigt. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf der europäischen Erinnerungskultur und Demokratie. Gemeinsam mit den Jugendlichen entwickelt das Projekt zukunftsorientierte Perspektiven zu Fragen von Erinnerung und Demokratie in Europa. Diese Perspektiven knüpfen an die Lebensrealitäten und Erfahrungen der jungen Menschen an und nehmen die Werte der Europäischen Union als Ausgangspunkt. Im Zentrum steht der Austausch unterschiedlicher Sichtweisen: Teilnehmende mit verschiedenen sozialen Hintergründen – sowohl privilegiert als auch benachteiligt – kommen zusammen, üben Perspektivwechsel und fördern gegenseitiges Verständnis. Neben thematischen Workshops bieten künstlerische Formate den Raum, gemeinsam eine Theateraufführung zu erarbeiten. Die Verbindung von kultureller und politischer Bildung eröffnet dabei Möglichkeiten für Kreativität, kulturelles Lernen, Medienkompetenz und intensive Gruppeninteraktion. Die Abschlussaufführung wird am Ende des Austauschs öffentlich vor Jugendlichen, Eltern und Mitgliedern der lokalen Gemeinschaft präsentiert. Das Projekt gewährleistet ein inklusives Lernumfeld für junge Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen – unabhängig davon, ob Migrationserfahrungen vorliegen oder nicht. Aus intersektionaler Perspektive werden insbesondere die Dimensionen Herkunft, soziale Lage, Geschlecht und Körper in den Blick genommen. In allen Phasen – von der Planung über die Umsetzung bis hin zur Nachbereitung und Verbreitung – werden diversitäts- und diskriminierungssensible Ansätze praktiziert. Darüber hinaus thematisiert das Projekt gemeinsam mit den Teilnehmenden Fragen ökologischer Nachhaltigkeit, etwa im Hinblick auf Ernährung, Materialien und Abfalltrennung. Es setzt wichtige Impulse für die internationale Jugendarbeit in Mecklenburg-Vorpommern, einer Region, in der diese bisher nur selten verankert ist. Das Projekt fördert den fachlichen Austausch unter Jugendleiter*innen zu methodischen Ansätzen und entwickelt neue Methoden in der Thematisierung von Erinnerungskultur. Durch die enge Verbindung von kultureller und politischer Bildung entstehen starke Synergien. Gemeinsame Planung, Umsetzung und Evaluation schaffen nachhaltige Lerneffekte für die beteiligten Organisationen und Fachkräfte – mit Wirkung weit über die Projektdauer hinaus.