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Crossing Paths 2.0: Resilience, Rights and Belonging

2026-1-DE04-KA152-YOU-0003976062026Mobility of young peopleongoing
Countries: DE|RO|ES|TR · Grant: €29,044
European identity and valuesBridging intercultural, intergenerational and social dividePhysical and mental health, well-being

Objectives

In einem gesellschaftlichen Klima, das zunehmend von Polarisierung und harten Debatten geprägt ist, sind nicht alle jungen Menschen gleich belastet: Besonders diejenigen, die Diskriminierung erleben, müssen sich oft früh und wiederholt mit Fragen von Zugehörigkeit, Sicherheit und Anerkennung auseinandersetzen. Gleichzeitig zeigen aktuelle Befunde, dass psychische Belastungen bei Jugendlichen verbreitet sind und soziale Benachteiligung das Risiko deutlich erhöht. Für junge Menschen mit Migrationsgeschichte oder rassistischen Zuschreibungen kann sich das zusätzlich verschärfen: durch Stigmatisierung, Alltagsrassismus, Rückzug, Isolation und anhaltenden Stress. Mit Crossing Paths 2.0: Resilience, Rights and Belonging wollen wir aus der Perspektive jugendpädagogischer Praxis genau hier ansetzen und konkrete, überprüfbare Ziele erreichen: Wir schaffen einen sicheren, inklusiven Rahmen, in dem Beteiligung tatsächlich möglich ist und nicht an Sprache, Unsicherheit, Belastung oder fehlender Vorerfahrung scheitert. Dazu gehören ein bedarfsorientiertes Needs Assessment vorab, barrierearme Kommunikation, klare Tagesstrukturen, Rückzugsräume, Buddy-Systeme sowie verbindliche Schutzstandards mit Ansprechpersonen, Meldewegen und Krisenlogik. Innerhalb dieses Rahmens stärken wir Resilienz und Selbstfürsorge als praktische Kompetenz: Die jungen Menschen üben alltagsnahe Strategien zur Stressregulation, Stabilisierung und Selbstfürsorge wiederholt in der Gruppe, so dass sie am Ende nicht nur wissen, was ihnen hilft, sondern es in konkrete Routinen übersetzen können. Parallel bauen wir diskriminierungskritische Handlungskompetenz auf, ohne Betroffene zu exponieren: Es geht um Handlungssicherheit in realistischen Situationen, also Grenzen setzen, Unterstützung aktivieren, Vorfälle benennen und dokumentieren sowie solidarisch intervenieren, gestützt durch Fallarbeit, Rollenspiele, Peer-Formate und Community Storytelling mit sicheren Alternativen, auch anonym oder ohne persönliche Offenlegung. Interkultureller Dialog wird dabei als Kompetenz trainiert, nicht als Folklore: Wir arbeiten an sprachsensibler Kommunikation, Perspektivwechsel, konstruktiver Konfliktbearbeitung und Dialogfähigkeit bei kontroversen Themen, damit Vielfalt im Gruppenalltag tragfähig wird. Jugendbeteiligung verstehen wir als durchgängigen Prozess: Teilnehmende gestalten Programmteile mit, übernehmen Rollen nach Interesse und Komfortzone und entscheiden selbst über Sichtbarkeit und Veröffentlichungen. Ein zentraler Praxisbaustein ist der von der Gruppe mitgestaltete Aktionstag zu Mentale Gesundheit und Diskriminierungserfahrungen in Leipzig, in dem Methoden in einem geschützten Setting angewendet, lokale Kooperation erprobt und Projektmanagement-Kompetenzen konkret trainiert werden. Lernen wird systematisch sichtbar gemacht und anerkannt: Youthpass ist Kerninstrument, kein Anhang, deshalb starten wir am ersten Tag mit einem Youthpass-Workshop zur Zielformulierung, reflektieren jeden Abend in kleinen Reflection Rounds auch entlang der Youthpass-Logik und nutzen ein physisches Lerntagebuch, mit dem jede Person ihre Learning Journey dokumentiert und am Ende konkrete Lernergebnisse mit Beispielen festhält. Schließlich sichern wir Wirkung über die Woche hinaus durch Transfer und Materialien: Das Methodenhandbuch Empowerment through Resilience entsteht partizipativ und wird als kostenlose digitale Ressource öffentlich zugänglich gemacht, mindestens in Deutsch, Türkisch, Rumänisch und Spanisch plus Englisch, ergänzt durch eine Projektpublikation und lokale Follow-ups in allen Partnerländern. Die Partnerstruktur unterstützt genau diese Nachhaltigkeit: MEZITLI MEM kann Ergebnisse über schulische Strukturen und Schulsozialarbeit breiter verankern und skalieren, Kazun und CRL übertragen die Ansätze in community- und kulturorientierte Jugendarbeit, StEB sichert Qualität, Safeguarding, Evaluation und Transfer. So soll Crossing Paths 2.0 junge Menschen nicht nur kurzfristig stärken, sondern ihnen konkrete Werkzeuge, stabile Peer-Verbindungen, dokumentierte Lernergebnisse und realistische nächste Schritte für Teilhabe und Engagement mitgeben.

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